Januar 2015
Liebe Freunde und Besucher meiner Homepage,
 
für das Neue Jahr 2015 wünsche ich euch ganz viel Freude und Zufriedenheit, wunderschöne Unternehmungen in den Bergen und immer eine gesunde Rückkehr!
 
Liebe Grüße von Herzen, 
 
Gerlinde
 


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„Himalaya 2015“ – mit Freunden gemeinsam helfen

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November 2014

Liebe Besucher meiner Homepage,
 
in den letzten Tagen erreichten mich immer mehr Zuschriften zum geplanten Projekt „Weg zum Großen Pyhrgas". 
 
Damit es nicht zu noch größeren Missverständnissen kommt, möchte ich einiges richtig stellen.  
 
Einen Klettersteig, Erlebnisbox oder ähnliches am Weg zum Großen Pyhrgas wird es ganz bestimmt NICHT geben, dafür setze ich mich persönlich ein und würde auch niemals hinter diesem Vorhaben stehen!! Der Pyhrgas muss und wird in seiner ursprünglichen, natürlichen Schönheit erhalten bleiben.
 
Seitens der Initiatoren wurde mir zugesichert, dass die Ursprünglichkeit ganz sicher erhalten bleiben wird und keine Tafeln oder Ähnliches am Weg zum Gipfel angebracht werden. Dies ist sicher im Sinne aller Berg und Naturliebhaber.
 
Mir ist wichtig zu sagen, dass die geplante Ausstellung im Stiftsgebäude Spital am Pyhrn nicht zu meinen Ehren entstehen wird.
 
Diese Austellung soll hochalpin-affinen Besuchern, auf sehr anschauliche Weise die Welt der höchsten Berge unserer Erde näher bringen. Eingeführt durch die Geschichte des Alpinsports in unseren Alpen und den Anfängen des 8000er Alpinismus im Karakorum- und Himalaya-Massiv, durchwandert der Besucher weiter alle Stationen einer 8000er Expedition, von der Vorbereitung bis zum Gipfel, um ein paar Stationen zu nennen. Die Gestaltung der Ausstellung übernimmt der Linzer Künstler Peter Felzmann.
 
Sobald es Neuigkeiten zum Projekt gibt, werde ich mich wieder melden.
 
Inzwischen wünsche ich euch wunderschöne Herbsttage und nehmt euch immer mal wieder Zeit nur für euch!!! 🙂
 
Ganz herzliche Grüße
 
Gerlinde


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Mai 2014

Liebe Freunde,

unsere Expedition in Feuerland  liegt hinter uns. Heute möchte ich euch kurz berichten, was wir – Ralf, Rainer Pircher, Ralf Gantzhorn, Andreas Gradl und ich – in den  6 Wochen erlebten.

Gleich vorneweg,…beinahe Dauerregen, Schnee und Sturm, machten eine Besteigung des wunderschönen Monte Sarmiento unmöglich.

Nichts desto trotz waren die vergangenen Wochen eine unvergesslich schöne Zeit für mich. Von der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia am Beagle Kanal, „segelten“ wir mit unserer kleinen Yacht zu  der ca. 490 Kilometer entfernten, völlig einsam gelegenen, Bucht „Caleta Escandallo“. Dies sollte unser Ausgangspunkt für die Besteigung des Monte Sarmiento werden. Sieben Tage dauerte unsere Seefahrt im zum Teil sehr stürmischen Gewässer.

Robben, Delphine, Pinguine, Kormorane und Kondore begleiteten uns immer wieder Abschnittsweise. Ich war fasziniert von der fast hautnahen Begegnung mit diesen eindrucksvollen, schönen Tieren, die sich in dieser rauen Natur sichtlich wohl fühlen. Völlig irreal kamen mir die wuchtigen, ins Meer kalbenden Gletscher vor. Von der geballten Vielfalt an Naturschauspielen war ich überwältigt.  

Während der Fahrt sortierten und packten wir unsere Ausrüstung um das angekündigte Schönwetterfenster, gleich zu Beginn, nützen zu können. An unserem Ausgangspunkt angekommen, brachte uns unser argentinischer Skipper Micki mit seinem Dingi an Land. Eine ca. 3 km lange Sumpflandschaft durch zum Teil üppigen, dichten Regenwald lag vor uns. Die „Ortskenntnisse“ von Ralf Gantzhorn halfen uns enorm weiter. An einzelne ganz besondere – durch den Wind verdrehte – Bäume konnte er sich erinnern und orientieren. Ich war und bin immer noch begeistert von den vielen winzigen Blüten, die auf kleinen Moospölstern wachsen und dem oft unwirtlichen Klima trotzen. Immer wieder kamen wir an Calafate Sträuchern vorbei, an denen vor allem Rainer und ich jausneten. 🙂

Weiter ging es über eine ca. 500 Meter hohe „Moosrampe“, die bei trockenen Verhältnissen keine Schwierigkeit darstellt. Etliche, durch den Gletscher glattgeschliffenen Felspassagen, an vielen Stellen mit Moos überzogen, forderten jedoch bei Nässe unsere ganze Aufmerksamkeit.

Der wuchtige Gletscher mit seinen unzähligen Gletscherspalten und im oberen Teil über weite Strecken kaum Sicht, machten den Aufstieg sehr spannend. 

Nach 7,5 Stunden unterwegs sein schaufelten wir eine große Schneehöhle, in der wir zu fünft gut Platz fanden. Nachts um 3.00 Uhr wollten wir aufbrechen, was wir aufgrund „keiner Sicht“ bis 7.00 Uhr verschoben. Um die Mittagszeit riss es für nur (leider) wenige Stunden vollkommen auf und wir hatten den Monte Sarmiento in seiner ganzen Schönheit, mit seinem im oberen Teil großen, sehr eindrücklichen Eispilzen, unmittelbar vor uns. Am Plateau, direkt vor der Nordwand des Berges mussten wir jedoch umdrehen. Das Wetter drehte sehr schnell, im Nu machte sich die typische Haube im Gipfelbereich breit. Ralf Gantzhorn kannte diese Wolke bereits…sie bedeutete, so schnell wie möglich abzusteigen.

Wir nahmen es gelassen, da wir ja noch mehr als ausreichend Zeit für einen weiteren Besteigungsversuch vor uns hatten. Unsere Ausrüstung deponierten wir am Eingang unserer Schneehöhle, die wir mit einer 3 Meter langen Sonde markierten. Im Abstieg hatten wir keine Sicht mehr und waren froh, mit dem GPS wieder gut nach unten zu kommen.

Bis Ende März saßen wir jedoch auf der kleinen Yacht fest. Enorme Stürme ließen ein Verlassen des Bootes oft nicht zu. Sehr eindrücklich bekam ich die Kraft der Natur  -vor allem des Windes – zu spüren, als wir eine kleine Wanderung auf eine Anhöhe unternahmen. In einem Moment erfasste mich eine starke Böe und fegte mich einige Meter durch die Luft. Es war schwer, irgendwie Halt zu finden. Nachts schaukelte unser „Basislager“ zum Teil so heftig, dass ich mich an meinem kleinen Schlafplatz richtig rein klemmen musste, um nicht aus dem Bett zu fallen.

Nach langem geduldigen Warten, hofften wir, Ende März noch einmal eine Chance für den Gipfelaufstieg zu bekommen. Ein 3-tägiges Schönwetterfenster schrumpfte auf genau einen halben Tag zusammen. Wir wollten es dennoch versuchen. Bei strömenden Regen stapften wir durch den Dschungel. An der Moosrampe ging der Regen in Schnee über. Bei kaum Sicht orientierten wir uns wieder mit dem GPS nach oben bis zu unserer Schneehöhle. Ziemlich durchgefroren sehnten wir diese herbei. Umso enttäuschender war, als wir das "nicht mehr Vorhandensein" unserer Schneehöhle realisierten. Wir hatten die genauen GPS Daten und trotzdem war von der Höhle und unserem Depot nichts mehr zu finden.1,5 Stunden gruben wir ohne Erfolg…

Der Monte Sarmiento wollte uns nicht, die Natur zeigte uns ihre Kraft und unsere Grenzen auf.

Ganz still stiegen wir ab. Vor Einbruch der Dunkelheit mussten wir unbedingt über die ausgesetzte, rutschig-steile Moosrampe hinweg sein. Um Mitternacht erreichten wir wieder unsere kleine Yacht, wo uns Micki erwartete.

Bei dieser Expedition kann ich nicht von Bergsteigen sprechen, und dennoch war es für mich eine sehr intensive, spannend schöne Zeit in einzigartiger Natur, wofür ich sehr dankbar bin.

Euch wünsche ich sonnige Frühlingstage, mit schönen Berg- und Naturerlebnissen alleine oder mit euch wertvollen Menschen.

Alles Gute und herzliche Grüße,

Gerlinde


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