Weihnachten 2013

Liebe Freunde, 

nun habe ich mich sehr lange nicht gemeldet. Ich hoffe euch allen geht es gut und ihr konntet die Adventszeit genießen.

Ich wünsche euch ein wunderschönes, besinnliches Weihnachtsfest. Erholsame Tage, zu Hause, am Berg oder wo auch immer ihr unterwegs seid! 

Für das Neue Jahr wünsche ich euch vor allem GESUNDHEIT, und viele freudvolle Augenblicke!

DANKE, für eure Begleitung, ob bei den Vorträgen, per Post oder in Gedanken!

Alles Liebe von Herzen!

Gerlinde


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TV Hinweis

Gerlinde bei "Berggespräche"in der Region Pyhrn-Priel, Oberösterreich, vom 21.09.2013 | ORF III : Hier geht's zur Sendung


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Denali Expedition | Abschlussmeldung | 01.06.2013

Unterwegs auf der West-Rib / Teil II

Nach glücklichen Tagen in Alaska sind wir wieder zurück in der badischen Heimat. Mit viel Glück und Beistand konnten wir den Aufstieg über die West-Rib gut zu Ende bringen.

Bis 23.30 Uhr durften wir die Sonne an unserem Zelt genießen, das wir auf dem sogenannten „Balcony“ – einer eindrücklichen Aussichtskanzel – auf 16.800 Fuss aufgestellt hatten. Die Nacht war beinahe windstill bevor es morgens beim Zusammenpacken stark zu winden anfing. 

Die Sicht wurde schlechter und als wir den Aufstieg fortsetzten begann es leicht zu schneien. Einige Male zog es völlig zu, riss aber auch immer wieder auf. Einmal warteten wir eine halbe Stunde um uns zu orientieren – und zogen schon die Möglichkeit eines Abstiegs in Erwägung. Mit Glück und gutem Gespür aber fanden wir die weitere Aufstiegsroute und im entscheidenden Moment am Ausstieg der 60° steilen Gipfelrinne gab es einge Wolkenlücken. Wir konnten am Gipfelplateau – dem sogenannten Football Field (19.700 Fuss) – die Aufstiegsspur der West-Buttress-Route erkennen. Über diese waren wir ja schon vor einigen Tagen zum Gipfel aufgestiegen. Wegen des Sturms und der sehr eingeschränkten Sicht verzichteten wir auf die letzten knapp 200 Höhenmeter und begannen zügig mit dem Abstieg. Auf 5000 m verzogen sich die Wolken allmählich und während des weiteren Abstiegs über die West-Buttress wurden wir mit unbeschreiblich eindrucksvollen Ausblicken auf Mt. Foraker und Mt. Hunter beschenkt. Um 20:00 erreichten wir gesund und voller Freude das 14.000er-Lager.

     

Rückblickend war es mit viel Glück genau die richtige Entscheidung nicht in die Cassin-Ridge einzusteigen: am zweiten Tag des Aufstiegs wären wir in genau das schlechte Wetter geraten, das uns im oberen Teil der West-Rib begleitet hat, das uns an der Cassin nicht mehr hätte vorwärts kommen lassen.

Am darauf folgenden Morgen haben wir gemütlich zusammengepackt, unsere beiden Schlitten und die Rucksäcke wieder beladen und sind die restlichen 2000 Höhenmeter verteilt auf 20 Kilometer des Normalwegs abgestiegen. Wie oft uns die Schlitten in die Fersen gesaust sind oder uns seitlich überholt haben bleibt nur unvollständig in Erinnerung 😉 – der im Basislager deponierte Wein im Tetra-Pack war bald aufgetaut und schmeckte nach drei Wochen wunderbar.

Zurück in Talkeetna wurden wir noch zu einer kleinen Feier von Tom und Lisa von Talkeetna Air Taxi in deren kleinem Häuschen in der Wildnis eingeladen.

Nach lang gehegtem inneren Wunsch durfte ich nun endlich einmal in der gigantischen, wunderschönen Alaska Range, am Denali, unterwegs sein. Bestimmt werde ich irgendwann dorthin zurückkehren….

Euch allen wünsche ich sonnige, erholsame Sommertage.

Ganz herzliche Grüße

Eure

Gerlinde und Ralf

 


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Denali Expedition | Kurzmeldung | 22.05.2013

 

Unterwegs auf der West-Rib

Die letzte Woche verbrachten Gerlinde und Ralf im 14.000 Fuß Lager mit Warten auf Wetterbesserung, wie das beim Expeditionsbergsteigen so ist….

Für Pfingstmontag dann bestätigte Karl Gabl für knappe 3 ½  Tage brauchbares, wenn auch noch immer sehr kaltes Wetter. „Derzeit ist es am Denali 26 Grad ºC kälter als auf 8000 m im Himalaja“, gibt er als Pointe des Wetterberichts weiter.

Die beiden sind zunächst vom 14.000 Fuß Lager am Normalweg über eine Verbindung zur West-Rib-Route auf 4900 m aufgestiegen, um von dort zum Einstieg des Japaner-Couloir wieder abzusteigen. Dort verbrachten sie wiederum eine Nacht um am Dienstag in das Couloir und damit in den Anfang der Cassin-Ridge-Route einzusteigen. Vorgefunden haben sie betonhartes, kleinsplittriges Eis, was nur ein sehr mühsames, zeitaufwendiges  Vorankommen gestattete. Da das prognostizierte Wetterfenster leider nur bis Mittwoch ein Unterwegs-Sein am Berg erlaubt, haben sich Gerlinde und Ralf zum Abbruch der Cassin-Ridge entschieden – zu langsam kamen sie bei den aktuellen Verhältnissen voran, um in der gegebenen Zeit durch die Route zu kommen und die notwendige Gut-Wetter-Reserve auch für den Abstieg zu haben.

Zum Abschluss und weil eh schon vor Ort starteten die Zwei, gleich am Dienstag noch nach der Entscheidung, in die West-Rib-Route. Westlich von der Cassin-Ridge zieht sich diese Linie mit kombiniertem Gelände bis zum sogenannten „football field“, unterhalb des Gipfels auf dem Normalweg. Eine schöne Alternative! Am Abend nach 2000 Höhenmetern konnten sie nach einem anstrengenden Klettertag mit viel Blankeis, einen Biwakplatz auf ca. 5000 m mit wunderschöner Aussicht auf die Alaska-Range einrichten… schauen der sternenklaren Nacht nahe des Vollmonds entgegen und planen den letzten Teil und anschließend den Abstieg für Mittwoch. 

Mit herzlichen Grüßen

Das Team um Gerlinde & Ralf


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